Jubiläums-Torbogen fertiggestellt – Bürgerschützen stellen letztes Detail für den Festplatz fertig

Der Torbogen am Eingang vom Festplatz in der Niestadt ist fertiggestellt, jetzt können die Festlichkeiten und Jubiläen kommen. Aktuell macht die Corona-Pandemie den Nienborgern noch einen Strich durch die Rechnung. Wenn es nach dem Willen vom Allgemeinen Bürgerschützenverein Nienborg 1520 e.V. geht, dann findet am 31. Juli (Samstag) für den gesamten Verein auf dem Festplatz eine Veranstaltung statt. Eigentlich wollten die Bürgerschützen an dem Wochenende ihr Jubiläum „500+1“ und die Sommerkirmes feiern. Aktuell steht noch nicht fest, welche Festlichkeiten erlaubt sind. „Wir machen das, was wir nach der Corona-Schutzverordnung dürfen“, sagt Präsident Markus Callenbeck. Er steht mit dem Ordnungsamt der Gemeinde Heek im Austausch. Am 1. Juli (Donnerstag) trifft sich der Vorstand des Schützenvereins um 19.30 Uhr im Garten der Gaststätte Nonhoff zu einer Versammlung. Dort werden die Pläne für das Fest am letzten Samstag im Juli festgezurrt. Auch wird die Gemeinde Heek in der kommenden Woche entscheiden, ob die für das erste August-Wochenende geplante Sommerkirmes stattfinden wird. Dann können sich alle Bürgerschützen von dem neuen Torbogen vor Ort ein Bild machen. Beim Fototermin für die Jubiläums-Festschrift stellten sich der Vorstand und die Offiziere hier schon einmal auf.

Damit sind die Arbeiten auf dem Festplatz endgültig abgeschlossen. Der Dorfplatz mit Aufenthaltsmöglichkeiten, Boulebahn, Spielplatz, Angelheim und Bolzplatz hat sich zu einem Kristallationspunkt des gesellschaftlichen Lebens in Nienborg entwickelt. Die Idee zur Errichtung des Festplatzes geht auf die Winter-Generalversammlung der Bürgerschützen im Jahr 1998 zurück. In der Gaststätte Lechner blickte der damalige Gemeindedirektor Hubert Steinweg auf das große Ortsjubiläum zurück, welches in Nienborg wenige Monate zuvor gefeiert wurde. Er stellte in Aussicht, dass die Wiese hinter der Gaststätte Mümken bei zukünftigen Festen wie das Schützenfest genutzt werden kann. Ein Jahr später gab der damalige Bürgermeister Dr. Kai Zwicker auf der Schützenversammlung bekannt, dass die Gemeinde Heek zwischenzeitlich einen Teil der angrenzenden Fläche für die Erweiterung des Festplatzes erworben habe. Eindrucksvoll wurde der Plan von den Nienborgern in die Tat umgesetzt, einen schönen Ort zu schaffen, der ganzjährig als grüne Oase mitten im Ort zur Entspannung dient.

Im Jahr 2002 stellte der Heimatverein hier erstmals am Abend vor dem Maifeiertag den Mai- und Geschichtsbaum auf. Dieses war zugleich der Startschuss zum Projekt „Neuer Dorfplatz Niestadt“. Ein Jahr später errichtete der Angelverein Nienborg sein Angelheim. Im Rahmen der Maifeierlichkeiten im Jahr 2011 nahm Bürgermeister Ulrich Helmich die offizielle Eröffnung des renovierten und erweiterten Spielplatzes vor. Auf den Spielgeräten und dem Bolzplatz herrscht täglich ein munteres Treiben.

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern von Schützenverein, Musikverein und Sportve

rein trat vor einigen Jahren mit der Anregung an die Gemeinde Heek heran, den Festplatz neu zu gestalten. Mit Fördermitteln des Bundes und des Landes eröffnete sich 2017 die Möglichkeit, die öffentliche Grünfläche zu einem Austausch- und Begegnungsort umzugestalten. Über die Verlängerung des Weges können Fußgänger und Radfahrer von der Niestadt bis zur Mühle gelangen. Besonders wichtig war der Arbeitsgruppe die Anbindung vom Festplatz zum Kirmesplatz, um die Kirmes weiter zu stärken. Die Umgestaltung des Platzes erfolgte in einem Guss mit den zuvor umgestalteten Plätzen in der Hauptstraße. Die Aufenthaltsqualität wurde verbessert, der Bolzplatz blieb erhalten und für das Festzelt blieb ausreichend Platz.

Mit Blick auf die zahlreichen Jubiläen verschiedener Vereine in den kommenden Jahren (100 Jahre Rot-Weiß Nienborg im Jahr 2023, 100 Jahre Musikverein im Jahr 2024) und dem Ortsjubiläum „825 Jahre Nienborg“ im Jahr 2023 wurde als Highlight am Festplatzeingang der Jubiläumstorbogen für die Ankündigung von Festen und Jubiläen errichtet. Die Projektleitung hatte der amtierende Schützenkönig Jörg Rosery übernommen. Der versierte Maurer packte bei der Umsetzung kräftig mit an. Unterstützung erhielt er von Markus Stöcker-Herbers (Architekturbüro), Josef Heuing (Firma Heuing), Heinz Lütke-Wissing (Firma Metallbau Lütke-Wissing) und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern. Neben der Eigenleistung übernahmen die Bürgerschützen einen Teil der Kosten. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 9.000 Euro. Der amtierende Kaiser Wilhelm Mensing beteiligte sich mit einer großzügigen Spende. Der Großteil der Kosten (5.700 Euro) wurden durch eine Landesförderung gedeckt. Die Gemeinde Heek beteiligte sich mit 1.800 Euro. Auch lieferte die Gemeinde die Steine für die Sockel, auf denen der Stahlrahmen aufgestellt wurde. Im rechten Sockel wurde ein Natur-Sandstein mit dem Vereinslogo der Bürgerschützen und den Jahreszahlen 1520-2020 eingelassen. „Der Torbogen und der Festplatz sind wahrlich ein Schmuckstück geworden“, dankte Markus Callenbeck den Mitwirkenden für ihren Einsatz.

Tagged: ,

Comments are closed.

WP2Social Auto Publish Powered By : XYZScripts.com