775 Jahre Nienborg im Jahre 1973

775 Jahre Nienborg

1973

Jubiläumsplatte-Verein

Plakette-Wext

Das Jahr 1973 stand ganz im Zeichen der Festwoche zum 775-jährigen Bestehen von Nienborg, zum 90-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr und zum 50-jährigen Bestehen des SC Rot-Weiß Nienborg. Die Festwoche fand statt vom 6. bis zum 10. Juli.

Am Montag, 9. Juli fand im Rahmen der Festwoche ein Kaiserschießen unter den 26 noch lebenden Königen des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Nienborg und des Schützenvereins Wext, Wichum, Ammert und Callenbeck statt.

Für eine Kaiserkette stifteten die Gemeinde Heek und die beiden Vereine je eine Plakette. Über das Kaiserschießen berichteten die Westfälischen Nachrichten am 11. Juni:

 „Zum Schützenfest mit der Kanone geweckt” Glanzvolles Fest der Nienborger Schützenvereine – Über 300 Paare bei der abendlichen Polonaise.”

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Einer der besonderen Höhepunkte der Festwoche 775 Jahre Nienborg war zweifelsohne am Montag das gemeinsame Schützenfest der beiden Schützenvereine der Gemeinde.

Kaiserpaar

Hermann Wissing-1973

Kaiserorden

Beim Kaiserschießen auf dem Gelände des Eichenstadions errang Hermann Wissing vom Nienborger Schützenverein die Kaiserwürde. Es war ein glanzvolles Fest, das beide Schützenvereine gemeinsam feierten. Beim abendlichen Kaiserball platzte das Festzelt fast aus allen Nähten.

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Kaiserlicher Hofstaat 1973

Über 300 Paare nahmen am Abend an der Polonaise teil, die durch die Hauptstraßen der Gemeinde zog. Dabei war ganz Nienborg auf den Beinen; niemand wollte sich diesen Festzug entgehen lassen, der einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.

Das gemeinsame Nienborger Schützenfest begann in den frühen Morgenstunden mit dem großen Wecken. Mit der Kanone, mit der man bereits am Freitag in der Gemeinde und den Bauernschaften die Festwoche „eingeschossen“ hatte, wurden die Nienborger Bürger am Montag auch zum Schützenfest geweckt. Um 8 Uhr versammelten sich die Schützen zum gemeinsamen Kirchgang. Alsdann zog der Schützenzug zum Amtshaus, wo die Vereinsfahnen und die 26 Könige abgeholt wurden. Nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal erfolgte der Umzug durch das Dorf. Der kleine Frühschoppen endete um 11:30 Uhr mit dem Abmarsch zur Vogelstange im Eichenstadion und zwar unter Vorantritt der Musikkapelle Heek und des Heeker Spielmannzuges.

Unter der Vogelstange war bereits alles auf die Ankunft der Schützen vorbereitet, so dass alsbald um die Kaiserwürde geschossen werden konnte.

Durst und Hunger brauchte während des Kaiserschießens niemand erleiden. Damit die Eltern mit ihren Nachbarn, Bekannten und Freunden ein gemütliches „Pläuschchen“ halten konnten, hatte sich die CAJ der Kindern angenommen. Es wurden Spiele veranstaltet, was allgemein guten Anklang bei den Erwachsenen fand. Ab er auch die Kinder erfreuten sich bei dem abwechslungsreichen Programm, das ihnen geboten wurde.

Die 26 Könige rangen unter der Vogelstange während dessen um die Kaiserwürde. Als sich herausstellte, dass der Vogel bald fallen würde, drängte sich alles zur Vogelstange. Gegen 15:15 Uhr war es dann soweit. Unter dem Jubel der Massen hatte Hermann Wissing den Kaiserschuss getan. Nach einem kleinen Umtrunk an Ort und Stelle fuhr dann der neue Kaiser mit dem Kutschwagen ins Dorf zurück, wo er sich mit seinem Hofstaat traf und sich auf das vorbereitete, was später auf ihn zukam. Die Schützenbrüder mit den Angehörigen hielten einstweilen noch im Eichenstadion aus, denn das kühle „Nass“ wurde ihnen im Schatten der Eichen serviert.

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Der Rückmarsch der Schützen erfolgte gegen 15:30 Uhr zur Abholung des Kaisers und anschließend zum Festzelt. Der eigentliche Kaiserball nahm gegen 19:30 Uhr seinen Anfang mit der großen Polonaise durch die Hauptstraßen der Gemeinde. Es war besonderes festliches und farbenprächtiges Bild, als die sehr lange Polonaise sich durch die Straßen bewegte. Die Nienborger Bevölkerung und auch Freunde aus Heek bildeten an den Straßen Spalier.

Die Polonaise wurde vom Kinderspielmannszug aus Heek angeführt, während die Musikkapelle aus Heek ihren Platz mitten im Festzelt hatte. Nach dem Kaiserpaar folgten die Könige, die Offiziere beider Vereine sowie die Vereinsvorstände. Etwa 300 Paare gaben dieser Polonaise eine festliches Gepräge. Nach der Rückkehr ins Festzelt spielte die Tanzbesetzung der Heeker Musikkapelle mit flotten Weisen zum Tanz auf und sorgte für gute Stimmung. Der Kinderspielmannszug brachte noch ein Ständchen. In voller Harmonie wurde am Throne des Kaisers Hermann Wissing bis in die frühen Morgenstunden des Dienstag hinein gefeiert. Zum Thron des Kaisers gehörten etwa 450 geladene Gäste, die es sich nicht nehmen ließen, eine obligatorische Weinpolonaise im Festzelt zu starten.

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