Schützenfest 2002

Schützenfest 2002

Seit 482 Jahren wird in der Dinkelgemeinde zum Wohle der Gemeinde Nienborg im kulturellen Bereich dieses Volksfest gefeiert. In all diesen Jahren hat der Nienborger Schützenverein, in guten und in schlechten Tagen, diese Tradition bewahrt und das Brauchtum gepflegt.

Fähnchen aufhängen 2002

Der Stammtisch „Wilde 13“ schmückt den Ort

„Eintracht, Frohsinn und Heiterkeit prägen das Schützenfest in Nienborg. Dass jung und alt zusammen feiern können, dafür sind die Nienborger Schützen über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt,“ zeigt sich Präsident Felix Lammers erfreut über den tollen Zusammenhalt in Nienborg.

Der Zeitpunkt des Schützenfestes hatte sich im Laufe der Jahrhunderte verlagert. Nachweislich seit 1887 wird in Nienborg am jeweiligen ersten Augustwochenende (Sonntag: Fest Verklärung Christi) Schützenfest gefeiert. Damit war das Schützenfest mit der Heilig-Geist-Kirmes zusammen gelegt, die an diesem Termin bereits seit Jahrhunderten am Nienborger Armenhaus stattgefunden hatte. Grund der Zusammenlegung beider Ereignisse soll den Schriften nach den Ortsgeistlichen und Obrigkeiten zu verdanken sein, die die ausschweifenden und sittenverderbenden Tanzveranstaltungen reduzieren und unter Aufsicht stellen wollten.

Königspaar 1952

 

Königspaar 1952: Josef Kötte junior und Ehefrau Maria, geborene Terwey

Vor 50 Jahren war es Josef Kötte junior, der den Rest des Vogels von der Stange holte. Zu seiner Königin erkor er sich seine Ehefrau Maria, geborene Terwey. Damit machte es Josef Kötte seinem Vater gleich, der in den Jahren 1908 und 1933 König des Nienborger Schützenvereins war.

Neuer Vogel

Vogelpräsentation

Bernhard und Clemens Roters

Fahnenoffizier Berndhard Roters hatte in bewährter Form den neuen Vogel erstellt. Hier präsentiert er ihn mit seinem Bruder „König Clemens Roters“.

 

„Wim Wolke“ und Kirmes öffnet ihre Pforte

Von Himmel direkt ins Nienborger Schützenfestzelt in der Niestadt schwebte am Samstagnachmittag ein gut aufgelegter Zauberer und Luftballonakrobat „Wim Wolke“. Vor zahlreichen kleinen und großen Zuschauern begrüßte er seine Gäste mit zahlreichen Utensilien aus einem seiner Zauberkoffer. Ob stinkende Socken, Gottlieb Wendehals Hahn oder aber die prallgefüllte Wasserpistole, die für eine nasse Überraschung sorgte, Wim Wolke zog seine Gäste gleich in seinen Bann. Der vom Allgemeinen Bürgerschützenverein Nienborg und der Gemeinde Heek arrangierte Künstler zog die zahlreichen Besucher mit in sein Pogramm hinein. Zunächst machte er sich mit Diabolospielen warm, ehe ihn Leon Baving als Zauberlehrling unterstützen musste. Mit dem Zauberspruch „Hokus, pokus, fidibus, drei Mal schwarzer Kater, simsalabim“ öffnete er den nächsten Zauberkoffer, in dem sich Zauberkästchen befanden. Als Belohnung erhielt Leon einen blauen Luftballonzauberhut mit Antenne, so dass er sich zukünftig mit seinem Meister in den Wolken besser verständigen kann. Nachdem Wim Wolke die Bühne verließ und vier Kinder mit einer angezündeten Wunderkerze für Stimmung sorgten, erschien der Künstler als „Freddy Frech“ hinter dem Vorhang her. Viele Kinder mussten dem frechen Freddy dann Keulen, Bällen und Messern bringen, mit denen er dann auf einem Rundholz jonglierte. Tabea Hintemann hatte die ehrenvolle Aufgabe einen nicht enden wollenden blauen Stofffetzen aus dem Geigenkoffer zu ziehen. Am Ende des langen Bandes war ein Luftballonseehund, den sie zur Belohnung behalten durfte. Ebenso gut erging es Justus Benölken, der für seine tatkräftige Unterstützung einen Affen an einer Palme als Luftballon erhielt. Was man mit Luftballons alles machen kann, dass zeigte Wim Wolke alias Freddy Frech den begeisterten Zuschauern zum Ende der Show. Ob Kraken, Hunde, Geister, Giraffen, die Phantasie des Künstlers kannte keine Grenzen. Als ihm dann zum Ende hin die Puste ausging, waren die Eltern an der Reihe. Unter fachmännischer Anleitung von Freddy Frech fertigten sie aus einem Luftballon für ihre Kinder einen Hund.

 Schuetzenfest-2002-kirmes

Kirmestrubel in Nienborg

Fast zeitgleich öffnete die traditionelle Sommerkirmes ihre Pforten. Ob bei der gemächlichen Fahrt im Kinderkarussell, bei der Fahrt im Autoscooter, der rasenden Fahrt im Musikexpress oder in luftiger Höhe im Flugzeugkarussell, für jeden war etwas dabei. Wer ein gutes Auge hat, der konnte sich an der Schießbude oder am Entenangeln versuchen. Für das leibliche Wohl war am Bierwagen, Bonbonwagen und Imbissständen bestens gesorgt.

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Schmücken der Vogelstange

Nach dem Schmücken der Vogelstange sorgte am Samstagabend die Showband „6 th Avenue“ im Festzelt für tolle Unterhaltung beim Tanzabend des Allgemeinen Bürgerschützenverein Nienborg.

Schützenfest

 Schuetzenfest-2002-thron

Beim Vogelschießen errang Werner Schlichtmann die Königswürde.

Seine Ehefrau Elisabeth Schlichtmann, geb. Wolters erkor er sich zu seiner Königin.

Ehrendamen waren Bianca Mieling und Andrea Mensing.

Ehrenherren Thomas Benölken und Hans Mensing.

Für die Harten geht es dann am Mittwoch in den Garten, wenn der erste Nienborger Runkelkaiser ermittelt wird.

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