Aprilscherz 2011

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Da staunten die Mitglieder vom Allgemeinen Bürgerschützenverein nicht schlecht, als sie am 1. April 2011 die Westfälischen Nachrichten aufschlugen. Bürgermeister Ulrich Helmich verkündete Präsident Karl Jöhne bei einem Ortstermin auf dem Festplatz, dass auf den Verein ungeahnte Kosten zukommen…

Von Frank Zimmermann (WN Gronau)

Heek-Nienborg. Dunkle Wolken dräuten am Donnerstagmittag über der Niestadt. Und auch die Stimmung war eher grau, als sich Bürgermeister Ulrich Helmich und Karl Jöhne, Vorsitzender und Präsident des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Nienborg, zum Ortstermin trafen. Dabei ging es um den Sparkurs der Gemeinde, von dem jetzt auch die Schützen betroffen sind. „Die Vereine in der Gemeinde feiern auf öffentlichen Plätzen. Dabei nehmen sie auch einiges Geld ein. Davon soll nun ein Teil in die Gemeindekasse fließen“, erklärte Bürgermeister Helmich die Grundidee. Konkret habe die Verwaltung ausgerechnet, dass eine Gebühr von 2,50 Euro je Quadratmeter Zeltfläche realistisch und bezahlbar sei. „Dieser Einschnitt tut uns richtig weh“, kommentiert Karl Jöhne den finanziellen Aderlass für den Verein. „Fürs Schützenfest kommen damit Mehrkosten von rund 2500 Euro auf uns zu. Ich weiß noch nicht, wie wir das kompensieren sollen.“ Spontan überlegte Jöhne, dass die Schützen vielleicht mit anderen Vereinen zusammen feiern könnten, um sich die Kosten zu teilen. Auch die Streichung des Freibiers erwägte er beim Ortstermin. Am kommenden Mittwoch (6. April) beschäftigen sich auch die Ratsmitglieder mit dem neuen Sparkonzept aus dem Rathaus. Die Schützen werden das Thema auf ihrer Tagesordnung der Generalversammlung am 7. Mai wiederfinden. „Deshalb habe ich jetzt das Gespräch gesucht, damit sich der Verein auf die neue Situation vorbereiten kann“, erklärte Helmich. Natürlich komme das Thema auch auf die Heeker Vereine zu, die ihre Feste auf dem Marktplatz feiern, sagte der Bürgermeister. „Nicht zuletzt in den Festplatz in der Niestadt hat die Gemeinde im vergangenen Jahr einiges investiert“, warb Helmich bei Karl Jöhne um Verständnis. Der Schützenpräsident hatte die Neuerungen und Verschönerungen rund um den Maibaum zwar vor Augen, seine Stimmung konnte das aber nicht verbessern. „Ich weiß wirklich noch nicht, wie ich das meinen Schützenbrüdern beibringen soll.“ Bisher habe er seine Vorstandsmitglieder noch nicht informiert.

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